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Aufmerksamer, ausgeglichener, klüger und gesünder durch Vollspektrumlicht.
Das Sonnenlicht ist in die Schlagzeilen gekommen. Die Medien sind voll
mit Berichten über die negativen Auswirkungen von zu viel Sonnenlicht
auf unserer Haut. Angesichts des größer werdenden Ozonlochs
und dem ungebrochenen Faible für gebräunte Haut warnen die Hautärzte
vor dem gefährlichen Melanom. Die Hautkrebsfälle haben sich
in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Bei Sonnenbränden heißt
es: „Der Körper vergisst nichts.“
Sonnenlicht in schlechtem Licht
Aufgrund dieser Negativ-Berichterstattung ist das Sonnenlicht in ein
schlechtes Licht gekommen. Das UV-Licht wird zu Unrecht verteufelt. Licht
ist nicht nur Nahrung für Pflanzen, sondern auch Nahrung und Medizin
für uns Menschen. Licht und Leben gehören zusammen. Ohne
Sonnenlicht gäbe es kein Leben auf diesem Planeten. Durch das Wunder
der Photosynthese, der Umwandlung von Sonnenlicht in den grünen Pflanzenfarbstoff
Chlorophyll, werden Tiere und Menschen am Leben erhalten. Licht wurde
in allen Kulturen als heilig verehrt. Der moderne Wissenschaftler Fritz-Albert
Popp hat durch Biophotonenmessung herausgefunden, dass ein Lebewesen Licht
ausstrahlt, und dass die Menge des Lichtes ein Zeichen seiner Lebendigkeit,
seiner Gesundheit und seines inneren Ordnungszustandes ist. Über
Licht kommunizieren die Zellen eines Organismus miteinander.
Wie viel Licht die wildwachsende AFA-Alge im Vergleich zur Spirulina-
und Chlorella-Alge ausstrahlt, hat Professor Popp untersucht, und der
Vergleich ist optisch beeindruckend (vgl. mein Buch „Die Heilkraft
der AFA-Alge“, a.a.O., S. 216). Bio-Obst hat eine höhere Ordnung
als anderes Kulturgemüse, und Wildpflanzen eine noch höhere
Ordnung. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem
jeden Worte, das vom Munde Gottes kommt.“ In der aramäischen
Urfassung der Bibel heißt „Worte“ „Schwingung“
oder „Licht“. Das höhere Maß von Ordnung in Bio-
und Wildpflanzen überträgt sich nach Popp auf den Konsumenten.
Sonnenlicht wird vom Gehirnexperten Johannes Holler als „wichtigster
Gehirnnährstoff“ bezeichnet. Wenn nach einer längeren
Zeit Dunkelheit die Sonne wieder scheint, würde der Körper innerhalb
weniger Minuten die Produktion des Schlafhormons Melatonin stoppen, das
Wachmach-Hormon Adrenalin ausschütten, die Keimdrüsen würden
Sexualhormone ausschütten, das Herz würde schneller schlagen,
der Blutdruck steigen und der Körper würde mit Endorphinen überschwemmt.
Glückshormone, die Depressionen vertreiben, würden uns versöhnlich
stimmen. Holler: „Sie sehen, die Sonne ist der natürlichste
Hersteller zahlreicher Gehirnbotenstoffe.“ (Holler, „Das Neue
Gehirn“, a.a.O., S. 462)
Vollspektrumlampen sind in Zoos auf der ganzen Welt üblich
Peter Mandel, Heilpraktiker aus München, hat herausgefunden, dass
man mit Farben das Innere des Menschen erreichen kann. „Kinder reagieren
auf Farben oft mehr als auf alles andere, in einer Geschwindigkeit, wie
wir es nicht erwarten können.“ Dr. John Ott aus den USA war
der erste, der feststellte, dass Pflanzen und Tiere nur gut gedeihen und
sich fortpflanzen, wenn das künstliche Licht, unter dem sie wachsen,
das gesamte Spektrum des Sonnenlichtes, also auch UV-Licht, enthält.
Er entwickelte daraufhin die ersten Voll-Spektrum-Lampen unter dem Namen
VITA-LITE. Solche Lampen sind seit 28 Jahren im Wasservogelhaus des Zoos
Bronx in New York installiert, nachdem man festgestellt hatte, dass Papageientaucher
bei üblichem Kunstlicht ihre typische Färbung verlieren und
ihr Paarungsverhalten einstellen.
Vollspektrum-Lampen sind heute international in Gehegen für Reptilien
in Zoos auf der ganzen Welt üblich. Nur so halten die empfindlichen
Krokodile ihre Körpertemperatur und verhalten sich ruhig und friedlich.
Was für Pflanzen und Tiere gut ist, kann auch Kindern helfen. Wachstum,
Verhalten und Lernerfolg von Kindern wird vom Licht im Klassenzimmer entscheidend
beeinflusst. Dies ist das Ergebnis einer zweijährigen kanadischen
Studie mit 327 Schülern (vgl. Artikel „Kinder in hellen Räumen
gescheiter und gesünder“ in SÜDKURIER Nr. 194 vom 24.August
1993). Die 10- bis 12jährigen besuchten die vierte Klasse von fünf
verschiedenen Schulen. Das Ergebnis: Je heller das Licht, desto besser
waren die Leistungen. In Klassenräumen, die von UV-verstärkten
Leuchtstoffröhren ausgeleuchtet waren, ging es den Schülern
am besten. „sie fehlten seltener, wuchsen kräftiger und hatten
weniger Karies.“ Eine weitere Studie am Pädagogischen Institut
in Leningrad mit zwei 6. und 7. Klassen ergab, dass Schüler, die
unter Vollspektrumlicht lernten, weniger Fehler als die Kontrollklassen
machten. Die Schüler, die der UV-Bestrahlung ausgesetzt waren, reagierten
schneller auf Licht und Geräusche, zeigten verbesserte schulische
Leistungen und weniger Ermüdungserscheinungen.
Künstliches Licht wird allein nach seiner Helligkeit gemessen, lässt
aber dessen biologische Wirkung auf den menschlichen Körper unberücksichtigt.
Künstliches Licht kann zu Augenermüdung, Lidzittern, Brillenzwang,
Kopfschmerzen, allgemeiner Ermüdung, Reizbarkeit, Ängstlichkeit,
Winterdepressionen, vermehrter Lust auf Süßes, Antriebsarmut
sowie Konzentrations- und Motivationsstörungen führen (vgl.
Artikel „Vollspektrumsbeleuchtung besser fürs Wohlbefinden“,
Arbeit & Ökologie-Briefe Nr. 14 v. 15.Juli 1998, AiB Verlag).
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in Zusammenarbeit mit der UNO
daher kürzlich Richtlinien betreffend dem wohltuenden Einfluss des
Sonnenlichtes veröffentlicht: „Der prophylaktische Gebrauch
von UV-Strahlen hat sich als sehr effektiv erwiesen, speziell bei Industriearbeitern
und Schulkindern, denen natürliches Tageslicht fehlt.“ Die
WHO empfiehlt Vollspektrum-Leuchten für Schulen, und die Vollspektrum-Leuchtstoffröhre
wurde 1983 vom amerikanischen Gesundheitsministerium als Heilmittel zugelassen.
In den USA wurden bisher mehr als 25 Millionen dieser Röhren verkauft.
Licht beeinflusst direkt die Nerven des Gehirns und die Psyche des
Menschen
Ein Licht, das dem natürlichen Sonnenlicht nachgebildet ist und
auch das nicht sichtbare kurzwellige UV-Licht sowie das langwellige Infrarotlicht
enthält, verbessert die Sehfähigkeit, reduziert Müdigkeit
bei Schülern und hat einen positiven Einfluss auf die Produktivität
und Lernfähigkeit von Schülern und Lehrern.
Die Elektrobiologen Fischer und Schneider haben nachgewiesen, dass Vollspektrum-Lampen
nicht, wie herkömmliche Leuchtstoffröhren, negativ auf den Hormonhaushalt
einwirken und zur Produktion von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin
und damit zu Dauerstress führen. Handelsübliche Lampen fördern
u.a. die Produktion des Schlafhormons Melatonin, was zu Ermüdung
und mangelnder Leistungsfähigkeit führt. In einigen Schulen
sind daher bereits Vollspektrum-Leuchten installiert.
Studenten einer amerikanischen Universität blieben unter Vollspektrumbeleuchtung
wacher und ermüdeten bei Wahrnehmungsaufgaben langsamer. Bei Schülern,
die künstlicher Beleuchtung ausgesetzt sind, kann es besonders im
Winter zu Stimmungsschwankungen, Energielosigkeit, Reizbarkeit, zunehmender
Ängstlichkeit und depressiver Verstimmung kommen, wodurch die Lernmotivation
und -leistung sinken. Bei Beleuchtung mit Vollspektrumlampen zeigte sich
ein signifikanter Rückgang der depressiven Symptome der Schüler
gegenüber der Beleuchtung mit kalt-weißem Leuchtstofflampenlicht
(vgl. W. Tithof, „The Effects Of Full Spectrum Light On Student
Depression As A Factor in Student Learning“, Dissertation, Walden
University, USA, 1998).
Vollspektrum-Leuchten auch hilfreich bei Hyperaktivität
Die Verlängerung der visuellen Aufmerksamkeitspanne war unter Vollspektrum-Beleuchtung
(viermal proWoche jeweils 20 Minuten) bei der Versuchsgruppe von Schülern,
die Jacob Liberman sechs Wochen lang durchführte, fast viermal so
stark wie die Kontrollgruppe, und ihr visuelles Erinnerungsvermögen
war fast siebenmal stärker (vgl. Jacob Liberman, „Die heilende
Kraft des Lichts. Der Einfluss des Lichts auf Psyche und Körper“,
Piper-Verlag, München, 3.Auflage 2000, S. 119). Hyperaktive Kinder
beruhigten sich durch die Behandlung, und alle Kinder wurden emotional
offener. Bei 75 Prozent der Versuchsgruppe wurde eine Verbesserung der
schulischen Leistung beobachte, bei 40 Prozent fand eine sichtliche Verbesserung
der Handschrift statt, und die Kinder, die regelmäßig Ritalin
einnahmen, brauchten es nicht mehr.
Schulisches Lernen im allgemeinen und Lesen im besonderen stellt die
höchsten Anforderungen an unsere visuellen Fähigkeiten und ist
gleichzeitig mit dem stärksten Stress verbunden. „Möglicherweise
verengt Stress das Sehfeld und ist insofern für die Reduktion der
Informationsverarbeitung und einen Rückgang der Lernfähigkeit
verantwortlich.“ (Liberman, a.a.O., S. 112) Es gibt offenbar eine
enge Beziehung zwischen Stress, Sehproblemen und Sehfeldbeschränkung.
Internationale Studien lieferten überwältigende Ergebnisse
Die Ergebnisse der internationalen Studien, die eine Verbesserung der
Situation von Schulkindern unter Vollspektrumlicht belegen, sind überwältigend.
Hyperaktivität, Erschöpfung, Reizbarkeit und Aufmerksamkeitsstörungen
gingen zurück. Kinder mit Lernstörungen und extremer Hyperaktivität
wurden merklich ruhiger und überwanden teilweise ihre Lese- und Lernprobleme.
In Schulen, in denen die Beleuchtung auf Vollspektrumleuchten umgestellt
und die Wände in warmen Farben gestrichen wurden, verbesserten die
Schüler ihren IQ und ihre schulischen Leistungen deutlich, Disziplinarvergehen
gingen zurück, und die Kinder waren nur ein Drittel so oft krank
wie die Kinder in der Vergleichsschule (vgl. Liberman, a.a.O., S. 132).
Eigentlich sollte jeder Kindergarten- und Klassenraum mit Vollspektrumlicht
ausgeleuchtet sein
Die Kosten sind erschwinglich und belaufen sich auf 500,- bis 1000,-
DM für 10 Quadratmeter, wobei Vollspektrumleuchten sehr viel langlebiger
sind als herkömmliche. Es gibt zwar schon etliche Schulen und Kindergärten,
die sich Vollspektrumleuchten angeschafft haben, aus Kostengründen
ist die Resonanz bei Firmen aber wesentlich positiver. In die Produktivität
von Arbeitnehmern wird leider mehr investiert als in die von Kindern.
Die Ergebnisse der erwähnten Studie haben mich so beeindruckt, dass
ich für die Kinderzimmer meiner Kinder sowie für mein Arbeitszimmer
Vollspektrumleuchten angeschafft habe und mich dafür einsetzen werde,
dass auch an den Schulen meiner Kinder solche Lampen installiert werden.
Ich selbst habe schon gemerkt, dass ich auch spätabends noch am Computer
sitzen und Artikel schreiben kann. Es klingt merkwürdig, aber ich
habe das Gefühl, innerlich zu lächeln, wenn ich die Vollspektrumleuchte
anmache. Manchmal muss ich mich richtig von meinem Arbeitsplatz losreißen,
so wohl fühle ich mich dort neuerdings.
Quelle: BALANCE®
2/2001
Copyright des Artikels bei den jeweiligen
Autoren. Link führt direkt zur Artikelquelle.
| Autor |
Titel |
Wörter |
Link |
| Barbara Simonsohn |
"Aufmerksamer, ausgeglichener, klüger und gesünder
durch Vollspektrumlicht." |
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