Artikel: Licht & Vitamin D: Diabetes, Osteoporose uvm.
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Licht und Vitamin D.

Einer der Gründe, warum Vitamin D über so viele Jahre hinweg ein Rätsel war, war seine anfängliche Verwechslung mit einem echten Vitamin. Aber anders als lebenswichtige Spurenelemente wie Vitamin A, B und C, die der Mensch direkt aus der Nahrung aufnehmen muss, kann Vitamin D im Körper nur durch eine photosynthetische Reaktion produziert werden, wenn die Haut Sonnenlicht ausgesetzt wird.

Vitamin D reguliert die Knochenbildung und die Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm. Vitamin D hilft dabei den Transport des Kalziums zwischen den Knochen und dem Blut (und vice versa) zu kontrollieren. Ein Mangel an Vitamin D im Babyalter oder der Kindheit führt zu den typischen Knochendeformationen, verursacht durch Rachitis, wobei eine Mangel des Vitamins im Erwachsenenalter eine Erweichung der Knochen, bekannt als Osteomalazie, verursacht. Ein Mangel wird häufiger in nördlichen Ländern beobachtet, oder wo die Tradition diktiert, dass der Körper vollständig mit Kleidern bedeckt sein muss, wie in Teilen der islamischen Welt. Wir Menschen erhalten Vitamin D normalerweise hauptsächlich über die Einwirkung der Sonne auf die Haut. Die merklichste Versorgung mit Vitamin D kommt über die Einwirkung des UV-B Lichtes auf Sterole (Sterine) in der Haut. Die meisten Menschen, einschließlich Kleinkinder, brauchen wenig zusätzliches Vitamin D aus der Nahrung, wenn eine hoch am Himmel stehende Sonne regelmäßig auf ihre Haut einwirkt. Sehr starkes Sonnenlicht ist nicht notwendig.

Das Problem der nördlichen Breiten: Lichtmangel im Winter!

Die effektive Wellenlänge des Lichts – UV-B (UVB, 290-315 Nanometer Wellenlänge) - kommt in der Wintersonne, zwischen Oktober und März, in den Ländern über dem 52. nördlichen Breitengrad nicht vor. Die Versorgung mit Vitamin D im Winter hängt dann davon ab, ob durch die Einwirkung über die Haut in den vorangegangenen Sommern ausreichend Vorrat in der Leber angelegt wurde. Leider ist dieser Vorrat schnell erschöpft, so dass der Körper besonders im Winter auf natürliches Licht angewiesen ist.

Der Bedarf an Vitamin D

Man hat festgestellt, dass der Abbau der Knochen in der Postmenopause bei Frauen im Winter am stärksten ist, aufgrund eines abfallenden Levels von Vitamin D im Blut. Frauen in den Wechseljahren wissen oft noch zu wenig über die Bedeutung von Vitamin D für die Vorbeugung von Knochenbrüchen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die kürzlich in der medizinischen Fachzeitschrift JAMA (Journal of the American Medical Association) veröffentlicht wurde.

Vollspektrales Licht & Vitamin D senken das Krebsrisiko!

Auf einem internationalen Symposion "Vitamin D Analogs in Cancer Prevention and Therapy" an der Universität des Saarlandes Homburg/Saar präsentierten im Mai 2002 Wissenschaftler aus aller Welt neue Forschungsarbeiten, die zeigen, dass Vitamin-D nicht nur vor Rachitis und Osteoporose sondern auch vor Krebs schützt.

Zu den neuen Erkenntnissen über die bislang völlig unterschätzte Bedeutung von Vitamin-D konnten die Homburger Wissenschaftler Dr. Jörg Reichrath und Dr. Michael Friedrich maßgeblich beitragen.

Quelle: idw

US-Studie: Vitamin D kann Darmkrebsrisiko verringern

Vitamin D kann das Darmkrebsrisiko verringern so eine neue Studie an der Universität in Dallas im US-Bundesstaat Texas, die jetzt im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht wurde.

Das Vitamin kann den Fettabbau im Körper beschleunigen, was wiederum Krebs erzeugende Risikostoffe im Körper reduziert. Ausgangspunkt der Forschung war die Erkenntnis, dass in den USA, wo viel fettiges Essen auf dem Tisch kommt, die Darmkrebsrate viel höher ist als etwa in Japan, dessen traditionellen Küche kaum fettiges Essen zubereitet.

«In Japan gibt es Darmkrebs so gut wie nicht, aber niemand konnte sich erklären, warum», erläuterte Pharmazie-Professor David Mangelsdorf von der Universität in Dallas.

Quelle: AFP

Vitamin D verringert das Diabetes-Risiko

Sonnenlicht gilt als eine der Hauptquellen von Vitamin D. Ein Mangel kann zu Erkrankungen wie Rachitis führen.

Eine finnische Studie hat jetzt einen direkten Zusammenhang zwischen der Einnahme von Vitamin D bei Kleinkindern und dem späteren Entstehen von Typ 1 Diabetes hergestellt. Es zeigte sich, dass die ausreichende Versorgung mit Vitamin D das Diabetes-Risiko um 80 Prozent senkte. Für die Untersuchung wurden 12.000 Teilnehmer zwischen 1966 und 1997 beobachtet.

Bei Kindern, die regelmäßig mit Vitamin D reicher Nahrung und einer ausreichenden Dosis Sonnenlicht versorgt wurden, verringerte sich das Risiko um 80 Prozent. Bei Teilnehmern, die in ihrem ersten Lebensjahr an Rachitis erkrankten, verdreifachte sich das Diabetes-Risiko.

Finnland hat weltweit das höchste Vorkommen von Typ 1 Diabetes. Im Norden des Landes scheint die Sonne im Dezember täglich nur zwei Stunden. Damit entfällt weitgehend das Sonnenlicht als eine der Hauptquellen von Vitamin D.

Quelle: pte austria

Wie neueste Untersuchungen ergaben, besitzen die meisten Gewebe im Körper die Fähigkeit, um mit Hilfe der Sonne Vitamin D zu synthetisieren. In den Gewebezellen ist die lebenswichtige Substanz dann maßgeblich am Zellwachstum beteiligt. Der Schutzstoff – im eigentlichen Sinn ein Hormon und kein Vitamin –bildet sich in der Haut in hoher Konzentration mit Hilfe von Sonnenlicht. Vom Vitamin-D-Mangel sind in erster Linie Säuglinge und Kleinkinder, aber auch alte Leute oder Menschen mit dunkler Haut betroffen.

Vitamin D und Zellwachstum

Nach Ansicht des Vitamin-D-Experten Michael Holick, Professor an der Boston University, bestätigen jüngste Forschungsergebnisse den Zusammenhang zwischen einem niedrigen Spiegel der aktiven Form von Vitamin D und einer Vielzahl weit verbreiteter Volkskrankheiten bis hin zu Krebs. "Vitamin-D- Mangel hat inzwischen das Ausmaß einer Volksseuche bei den über 50-Jährigen angenommen", sagt Holick. Jeder Mensch solle deshalb seinen Vitamin-D-Spiegel kennen, fordert der Wissenschaftler.
Längst hat sich gezeigt, dass Vitamin D nicht nur für die richtige Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus der Nahrung verantwortlich ist. Ohne diese Mineralien werden Knochen und Zähne im Kindesalter weich und verformen sich (Rachitis), beim Erwachsenen werden sie spröde und brechen (Osteoporose).
"In der Osteoporose-Behandlung ist Kalzium deshalb zwar das Mittel der Wahl, es wird aber oft vergessen, dass es ohne Vitamin D nicht im Knochen eingelagert werden kann", kritisiert Holick.

Von großem Interesse sind heute auch die Auswirkungen des Vitamins auf das Zellwachstum. Im Zellkern steuert Vitamin D über komplizierte Mechanismen die Ausreifung und Spezialisierung von Zellen, es kann aber auch das Zellwachstum bremsen. Da sich Krebszellen unkontrolliert teilen, könnte ein Zusammenhang zwischen Krebsentstehung und Vitamin-D-Mangel bestehen. Statistische Auswertungen haben gezeigt, dass Dickdarm-, Prostata- und Brustkrebs deutlich häufiger in den lichtärmeren Regionen der nördlichen Halbkugel auftreten.

Quelle: Gesundheitspilot


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