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Ein Lichtblick für Körper und Seele.
Was als weißes Licht erscheint, kann in Wahrheit sehr verschieden
sein – mit fatalen Folgen für unsere Gesundheit. Wissenschaftler
stellte fest, dass künstliches Licht krank machen kann – um
so mehr, je stärker es vom natürlichen Spektrum des Sonnenlichtes
abweicht. „Lichtverschmutzung“ nennen Experten diese Variante
des Elektrosmogs.
Der Elektrosmog, die Belastung mit künstlichen elektromagnetischen
Wellen, hat sich zu einem ernsten Umweltproblem entwickelt - durchaus
vergleichbar der Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden. Die meisten
Menschen haben bereits von den schädlichen Auswirkungen von Computer-
und Fernsehabstrahlungen, von Funktelefonen, Sendeanlagen und Transformatoren
gehört. Ein anderer, eigentlich für jeden erkennbarer Bereich
elektromagnetischer Belastung aber ist weithin unbeachtet geblieben die
,,Lichtverschmutzung" in unserer modernen Wohn- und Arbeitswelt.
Natürliches Sonnenlicht - zumeist definiert als elektromagnetische
Wellen mit einer Länge zwischen 280 Nanometern (ultraviolette Strahlen)
und 1500 nm (infrarote Wärmestrahlen)- hat einen großen Einfluss
auf unsere Körperprozesse. Es stimuliert die Abwehrkräfte, aktiviert
das Hormonsystem, steuert den Schlaf- und Wachrhythmus, reguliert den
Blutdruck, regt die Entgiftung des Körpers an und trägt zur
Normalisierung des gesamten Stoffwechsels bei. Schon im alten Ägypten
und Griechenland wusste man um die vielfältigen positiven Wirkungen
des Sonnenlichts. Noch Anfang des Jahrhunderts baute man in Mitteleuropa
zahlreiche ,,Lichtsanatorien", die jedoch mit der Entdeckung des
Penizillins und anderer chemischer Wirkstoffe an Bedeutung verloren.
Winterlicher Lichtmangel beeinflusst den Organismus
Gerade in den dunklen Wintermonaten kann aber jeder am eigenen Leibe
spüren, wie sehr seine Stimmung und sein Wohlbefinden vom Licht abhängig
sind. Sehnsüchtig erwarten wir, dass die Tage wieder länger
werden und sich unser Auge am Anblick frischen Grüns und bunter Blumen
erbauen kann. Während ein Sonnentag im Juni rund 17 Stunden dauert,
scheint die Sonne im Januar nur noch 7 Stunden. Manchen Menschen schlägt
diese Dunkelheit auf die Seele: Sie leiden an der so genannten "Winterdepression".
Die offizielle medizinische Behandlungsmethode: Bestrahlung mit künstlichem
Sonnenlicht.
Doch die negativen Auswirkungen des winterlichen Lichtmangels betreffen
nicht allein die Gefühlsebene. Sie reichen vielmehr sehr weit ins
Körperliche hinein: Die Zahl der Herzinfarkte steigt, die Abwehrkräfte
sind geschwächt und die Störanfälligkeit durch Mangel an
Konzentration und Motivation nimmt zu.
Ursache dafür sind weniger die erwähnten natürlichen jahreszeitlichen
Schwankungen im Lichtrhythmus der Erde - auf sie ist der Organismus eingestellt,
sondern vielmehr unsere moderne Lebensweise. Etwa 90 Prozent seiner Arbeits-
und Freizeit verbringt der westliche Mensch heute in geschlossenen Räumen.
Damit das Sonnenlicht unsere Körperprozesse über Augen und Haut
regulieren kann, wären jedoch etwa zwei bis drei Stunden Aufenthalt
im Freien täglich nötig. Für die meisten Berufstätigen
ist das vor allem im Winter unmöglich. Dieser Lichtmangel wird meist
durch eine "Lichtdiät" noch verstärkt: Die übliche
künstliche Fehlbeleuchtung durch minderwertige Lampen, falsche Architektur
und Brillen mit 100 prozentigem UV-Schutz reduzieren die natürliche
Bandbreite der Lichtstrahlen und lassen so von der sowieso schon zu geringen
Lichtmenge nur noch bestimmte Wellenlängen an uns heran. So halten
die üblichen doppel verglasten Fenster ebenso wie die meisten Brillengläser
einen Großteil des über die Augen aufgenommenen ultravioletten
Lichtspektrums ab.
Noch größer ist die Abweichung vom natürlichen Lichtspektrum
bei normaler künstlicher Beleuchtung. Leuchtstoffröhren erzeugen
ihr weißes Licht nämlich, indem sie im Wesentlichen nur drei
oder vier Farbwellenlängen zu Weißlicht überlagern. Ein
Großteil der in natürlichem weißem Licht enthaltenen
Wellenlängen ist darin nicht in ausreichendem Maße enthalten.
Das hat, wie man jetzt weiß, fatale Folgen:
Gefährliche Doppelwirkung normalen Kunstlichts
Prof. Fritz Hollwich, Direktor der Universitäts-Augenklinik Münster,
hat entdeckt, dass durch Kunstlicht ,,das normale System des menschlichen
Organismus um so mehr gestört wird, je stärker das Spektrum
der Lichtquelle vom Sonnenspektrum abweicht. Eine besondere Form von Stress
entsteht. Wie mittlerweile in weiteren Studien bestätigt wurde, hat
das in Büros, Fabriken, Schulen, Krankenhäusern und Sportstätten
übliche herkömmliche Leuchtstoffröhrenlicht auf den Menschen
die gleiche Wirkung, als hätte er zugleich Aufputsch- und Schlafmittel
eingenommen. Helles weißes Kunstlicht bewirkt einerseits einen steilen
Anstieg der Stresshormone ACTH (Coritcotropin) und Cortisol. Andererseits
wird zugleich die eigentlich nur ,,nachtaktive" Zirbeldrüse
zur Ausschüttung des ,Schlafhormons'. Melatonin angeregt. So wird
der Mensch in ein ständiges Wechselbad von Nervosität, Aggressivität
und Müdigkeit und damit in einen krank machenden Dauerstress gestürzt.
Möglich ist diese Wirkung durch den so genannten ,,energetischen
Anteil" der Sehbahn, der die Lichtimpulse der Netzhaut an der Sehrinde
vorbei direkt ins Zwischenhirn leitet. Auf diesem Wege können vielfältige
Steuermechanismen angeregt und (fehl-)gesteuert werden.
Risiko für Osteoporose und Herzinfarkt
Erst jüngst entdeckte zum Beispiel Dr. Gosbert Weth, Chefarzt an
der Dr.-Wagner-Klinik, Sasbachwalden, dass normales Kunstlicht auch die
Konzentration von Fibrinogen im Blut erhöht - ein Risikofaktor für
Arteriosklerose, Herzinfarkt und Thrombosen. Zugleich ist die Menge an
Vitamin D, das durch ultraviolettes Licht (UV-B) in der Haut gebildet
wird, geringer. Vitamin D schützt vor Herzinfarkt, ist am Aufbau
der Abwehrkräfte beteiligt, beeinflusst die Mineralstoffaufnahme
- vor allem von Kalzium - und schützt dadurch vor Knochenkrankheiten
wie Rachitis und Osteoporose.
Welche negativen Auswirkungen auf die Gesundheit normales Kunstlicht haben
kann, hatten US-Militärs bereits in den 60er Jahren an den Mannschaften
atomgetriebener U-Boote festgestellt. Wenn diese mitunter ein halbes Jahr
lang kein Sonnenlicht mehr gesehen hatten, litten sie an den unterschiedlichsten
Erkrankungen, von Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Störungen und Diabetes
bis zu Neurosen und Depressionen. In Zusammenarbeit mit der NASA wurde
daher damals die erste so genannte Vollspektrumlicht-Lampe entwickelt,
eine neuartige Leuchtstoffröhre, deren Licht weitgehend dem natürlichen
Sonnenlichtspektrum - einschließlich einer geringen Menge an ultraviolettem
Licht - entspricht.
Mediziner entdeckten später, dass der Aufenthalt in diesem Licht
nicht nur bestimmte Krankheiten verhindern, sondern auf manche sogar heilend
wirken kann. 1983 wurde daher Vollspektrumlicht in den USA offiziell als
Heilmittel registriert.
Qualität statt Quantität bei künstlicher Beleuchtung
Heute gibt es mehrere Lichtsysteme, die das Sonnenlichtspektrum weitgehend
erreichen. Während in den USA bereits mehr als 25 Millionen solcher
"Sonnenröhren" leuchten und in den allermeisten Krankenhäusern,
im militärischen Bereich und in der Raumfahrt zum Standard gehören,
hat man hierzulande offenbar immer noch kaum einen Schimmer, dass es mit
der Helligkeit allein nicht getan ist. Und dies, obwohl auch deutsche
Forscher wie Prof. Hollwich in ihren Forschungen bewiesen haben, dass
die Lichtqualität (die Bandbreite verschiedener Wellenlängen)
nicht durch Quantität (die bloße Helligkeit) ersetzt werden
kann.
Neue medizinische Untersuchungen zeigen immer wieder, dass die positiven
gesundheitlichen Wirkungen des Vollspektrumlichts noch längst nicht
ausgelotet sind. So wurde beispielsweise erst 1996 von dem Sasbachwaldener
Chefarzt Dr. Weth entdeckt, dass dieses Licht auch die Blutfettwerte senkt,
den Cholesterinspiegel positiv beeinflusst und den Stoffwechsel von Diabetikern
stabilisiert. Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Psoriasis werden deutlich
gelindert und ein Fortschreiten von Osteoporose verhindert. Zudem ist
eine Therapie depressiver Patienten bei begleitender Lichttherapie erfolgreicher.
Eine kanadische Studie belegt, dass Schulkinder in mit Vollspektrumlicht
beleuchteten Klassenzimmern 63 Prozent weniger Karies aufwiesen als Parallelklassen
unter normalem Kunstlicht. Zudem hatte das Vollspektrumlicht einen positiven
Einfluss auf Konzentrationsfähigkeit, Lernbereitschaft und Hyperaktivität.
Nach Beobachtungen an einem Schulkindergarten für körperlich
und geistig Behinderte in Bad Teinach sind Kinder in den mit Vollspektrumlicht
beleuchteten Räumen auch ruhiger und fröhlicher. Verstärkt
wird der positive Einfluss auf die Gesundheit durch die Umrüstung
der Vollspektrumleuchten auf Gleichstrom. Normale, mit Wechselstrom betriebene
Leuchtstoffröhren erzeugen nämlich ein Lichtflimmern (50 Hz
Flimmern), das zwar von uns meist nicht bewusst wahrgenommen wird, aber
dennoch das zentrale Nervensystem stört. Das wurde von mehreren Wissenschaftlern
bewiesen. Durch den Betrieb mit (gleichmäßig fließendem)
Gleichstrom wird das Licht auch in dieser Hinsicht dem Fluss des natürlichen
Sonnenlichts ähnlicher.
Inzwischen sind Vollelektronische Vorschaltgeräte auf dem Markt,
deren Taktfrequenz im Kiloherzbereich (mehrere tausend Herz) liegt und
somit keinerlei Beeinträchtigung des Auges durch Irritationen erfolgt.
(Anm. d. R.)
Noch einen Schritt weiter in der Annäherung an die Natur ging der
Licht-Experte Heinrich Wendel, Hofheim. Er entwickelte für die Vollspektrumleuchten
ein Reflektorsystem, das in einem 12-Stunden-Rhythmus den Farblauf des
Sonnenlichts nachvollzieht - vom Rot-Gold des Sonnenaufgangs über
das weiße Mittagslicht bis hin zum Abendrot. Andere Lichtsysteme
können zumindest von mittäglichem hellem Weißlicht auf
abendliche Lichttöne umgeschaltet werden.
Energienachschub für das ,,Lebenslicht" der Zellen
Vor allem private Lichtforscher bemühen sich, ihre Lichtsysteme
soweit wie möglich dem Sonnenlichtspektrum anzugleichen, um ihnen
die vielfältigen natürlichen Steuerimpulse zurückzugeben.
Mediziner und Biologen hingegen verfolgen das gleiche Ziel meist auf völlig
andere Weise. Beispielsweise wird versucht, den regulierenden hormonellen
Einfluss des Vollspektrumlichts bei Depressionen durch neuartige Hormonpräparate
mit stärkerer Wirkung zu ersetzen. Dass Sonnen- und Vollspektrumlicht
aber mehr in uns bewirken, als nur ein paar Hormon-Schalter anzuknipsen,
legen jüngste Forschungsergebnisse der Biophysik - die Entdeckung
der Biophotonen, -des Lichts in unseren Zellen - nahe.
Wissenschaftler wie Dr. Fritz-Albert Popp haben entdeckt, dass dieses
vor allem von der DNS ausgestrahlte Biophotonenlicht sämtliche Stoffwechselprozesse
steuert. Damit es diese Aufgabe erfüllen kann, muss es ständig
erneuert werden. Den Energienachschub hierfür liefert das in unserer
Nahrung gespeicherte Licht und auf direkten Wege das ,,Konzert der Lichtwellen",
die wir über Augen und Haut aufnehmen.
So wird deutlich, dass das Vollspektrumlicht kein neues Wundermittel
ist, sondern ,,nur" der Versuch, natürliche, lebensnotwendige
Umweltbedingungen nachzuahmen: ein Licht, das für unsere Gesundheit
genauso wichtig ist wie sauberes Wasser, reine Luft und giftfreie Böden.
Quelle: esotera
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