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Gesundes Leben.
,,Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Die Erde aber hatte noch keine
Form und kein Leben. Dunkel lagerte über der Urflut Aber der Geist
Gottes schwebte über den Wassern. Dann sprach Gott: ,,Es werde Licht"
Da ward Licht. Und Gott sah das schöne Licht und schied das Licht
von der Dunkelheit und nannte das Licht Tag und die Dunkelheit Nacht.
Es wurde Abend und es wurde Morgen: der erste Tag." (7.Buch Mose,
7/5)
Die Geschichte des irdischen Lebens beginnt mit der Erschaffung des Lichtes.
So wie die Bibel beginnen die Schöpfungsmythen fast aller Kulturen
in irgendeiner Form mit Berichten über ein Licht schaffendes Ereignis.
Licht ist die Basis allen Lebens. Aber wenn Licht auch der eigentliche
Anfang des Lebens ist, geht es, wie schon die Bibel beschreibt, doch nicht
um das helle Licht allein, sondern ebenso um die Polarität, den Wechsel
zwischen Tag und Nacht, hell und dunkel und das vielgestaltige Spektrum
des Lichts vom Morgenrot bis zum Sonnenuntergang.
Die Menschen der Antike wussten um die Bedeutung des Lichtes: Sie beteten
es an, schufen sich Götter des Lichtes und der Dunkelheit. Licht
war ihnen heilig, und sie setzten es heilend für Leib und Seele ein.
Woher sie dieses Wissen hatten, werden wir wohl nie erfahren, aber es
wird durch die Erkenntnisse neuester Lichtforschung bestätigt, die
immer tiefer in die Geheimnisse der Steuerungsmechanismen von Mensch,
Tier und Pflanze eindringt.
Licht: Steuerungsprogramm, Treibstoff und Lebensmotor
Tatsächlich scheint Licht die eigentliche Lebensenergie für
alles biologische Geschehen auf der Erde zu sein; jede Phase des natürlichen
Lichtes hat für die biologischen Organismen eine bestimmte Bedeutung,
setzt Prozesse in Gang und regelt Abläufe. Pflanzen öffnen morgens
ihre Blüten und strecken sie dem Sonnenlicht entgegen. Tieren wächst
im Herbst ein schützendes Fell für den bunter, Vögel hören
auf zu zwitschern, wenn die Sonne untergeht. Das erscheint uns ganz selbstverständlich
und ohne weiter nachdenken zu müssen, wissen wir, dass diese Vorgänge
nicht mit irgendwelchen Instinkten zu erklären sind, sondern dass
sie mit den Tages- bzw. den Jahreszeiten zusammenhängen. Was für
Tiere und Pflanzen gilt, gilt ebenso für uns: Licht lenkt alle menschlichen
Steuerungsmechanismen - Hypophyse, Thalamus und Epiphyse. Licht steuert
den Hormonhaushalt, das Immunsystem und den Stoffwechsel, es wird in allen
Zellen gespeichert und regelt die Kommunikationsprozesse im Körper.
Haben Pflanzen zu wenig Licht, verkümmern sie, selbst wenn ihre sonstigen
Lebensbedingungen - gute Erde, sorgfältige Düngung, ausreichend
Wasser - optimal sind. Sie gehen ein wie die sprichwörtliche ,,Primel
ohne Licht". Im Treibhaus unter monotonem Kunstlicht gezogene Pflanzen
sind blass, geschmacksarm und welken schnell. In der Natur legen Hühner
in der lichtarmen Winterzeit kaum ein Ei. Eier von Hühnern aus Legebatterien
mit künstlicher Beleuchtung haben wesentlich weniger Vitalkraft als
Eier von Freilandhühnern. Ebenso werden Menschen, denen es an Sonnenlicht
mangelt, in ihrer Vitalität geschwächt und schließlich
krank.
Lichtwechsel - die chronobiologische Uhr
Seit Jahrmillionen richten sich die biologischen Uhren der Lebewesen
nach dem Wechsel von Tages- und Jahreszeiten. Das Dunkel ist die Zeit
der Ruhe, des Kräftesammelns; die Helligkeit die Zeit des Wachsens
und der Aktivität. Den Menschen gelang es, Licht ins Dunkel"
zu bringen und die natürlichen Grenzen zwischen Helligkeit und Dunkelheit
aufzulösen. Über unzählige Generationen gab es nur wenige
künstliche Lichtquellen, unsere Vorfahren hielten sich zu 90% im
Freien auf, standen mit der Sonne auf und gingen schlafen, wenn der Tag
zur Neige ging, während wir dieses Verhältnis geradezu umgekehrt
haben. Wir leben und arbeiten in geschlossenen Räumen, viele müssen
beruflich bedingt die Nacht zum Tag machen, selbst wenn wir uns draußen
bewegen, tun wir das im geschlossenen Auto, im Zug oder Flugzeug.
Licht bestimmt nicht nur die Lebensgestaltung, sondern auch die körperliche
und geistige Verfassung des Menschen. Auch die Stimmung des Gemüts
wird vom Wechsel zwischen Hell und Dunkel beeinflusst: Viele Menschen
haben im Winter weniger Antrieb oder neigen sogar zu Depressionen. Werden
nach einem langen dunklen Winter die Tage wieder länger, fangen wir
an, Pläne zu schmieden, wollen ins Freie und erleben um uns herum
Menschen, denen die Frühjahrssonne Fröhlichkeit ins Gesicht
zaubert. Je nördlicher und sonnenärmer die Landschaft, desto
schwermütiger sind ihre Menschen, aber desto freudiger und intensiver
werden auch die kurzen Sommer gefeiert.
Auch unsere Organe und ihre biologischen Körperschwingungen sind
auf Rhythmen programmiert, und zwar auf den natürlichen 24-Stundenrhythmus
von Tag und Nacht. Wach- und Schlafrhythmus werden vom Licht bestimmt.
Bekommt das Auge Berührung mit dem Morgenrot, so schaltet der Stoffwechsel
von Nacht- auf Tagesaktivität um. Unter anderem wird durch den Lichtwechsel
die Melatonin- Produktion (Schlafhormon) gedrosselt. Fehlt dem Auge die
Berührung mit dem Morgenrot, bleibt die Umschaltung aus. Auf Dauer
sind nicht nur Erschöpfung, Depressionen und Schlafstörungen
die Folge, sondern vor allem schwere Stoffwechselkrankheiten.
Die chinesische Medizin, deren Tradition auf der Beobachtung von Zusammenhängen
beruht, arbeitet bereits seit über 4000 Jahren mit einer ,,Organuhr",
die zeigt, zu welchen Tages- und Nachtzeiten die verschiedenen Körperbereiche
aktiv sind, wann sie ruhen und wann sie therapeutisch am besten ansprechbar
sind.
Das, was in China schon vor so langer Zeit beobachtet wurde, entdeckte
der Westen erst in den letzten Jahren wieder - als Chronobiologie (Lehre
von den zeitabhängigen Lebensvorgängen).
Dem neuen Forschungsbereich verdanken wir Erkenntnisse über den Einfluss
von (lichtbestimmten) Tages- und Jahreszeit-Rhythmen auf den Körper.
So erkannte man, dass das vegetative Nervensystem (es steuert die unbewussten,
automatischen Reaktionen des Körpers) morgens sensibler als nachmittags
oder abends reagiert. Die Produktion bestimmter Substanzen (z. B. die
Hormone Melatonin, Serotonin und Insulin), die schmerzlindernden Endorphine
und der Gehalt an Mineralstoffen im Körper (z. B. Magnesium) stehen
in Zusammenhang mit chronobiologischen Rhythmen. So ist die Hauptzeit
für den Leberstoffwechsel nachts gegen drei Uhr, der Zuckerstoffwechsel
findet hauptsächlich in den Vormittagsstunden statt. Selbst der Blutdruck
folgt dem Rhythmus der Lichtverhältnisse; er hat morgens andere Werte
als abends oder um Mitternacht.
Natürliches Licht ist vielfältig wie das Leben
Jedes Licht, natürliches wie künstliches, besteht aus zwei
Komponenten: Energie und Farbe, wobei man die Energieabstrahlung als elektromagnetische
Felder beschreibt, die Farben als Strahlung. Die Information des Lichts
erreicht uns in Form ,,geordneter Schwingungen", wobei jede Art von
Schwingung, Farben wie Energie, lebenswichtige Informationen mit unterschiedlichen
Inhalten für die biologischen Systeme enthält. Die Schwingungen
der Sonnenenergie enthalten so genannte ,,geordnete Informationen"
und genau auf diese informative Ordnung ist auch das innere System des
Menschen programmiert. Erhält der Körper ungeordnete oder falsche
Schwingungen, löst dies Unordnung und Chaos auf der Zellebene und
letztendlich Krankheit aus.
Das künstliche Licht, das wir heute so bequem aus der Steckdose beziehen,
hat außer, dass es ,,hell" ist - wenig mit der Schwingungen
des natürlichen Sonnenlichtes gemeinsam. Die Lichteigenschaften üblicher
Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und Halogenlampen weichen in wesentlicher
Punkten vom Sonnentageslicht ab: zum einen in Bezug auf ihre elektromagnetischer
Abstrahlungen, zum anderen hinsichtlich ihres Farbspektrums. Glühbirnenlicht
zum Beispiel enthält viel Gelb und Rot, aber wenig Blau. Halogen-Leuchtstoffröhren
z. B haben ein weiß erscheinendes Licht, bei dem zu wenig Rot enthalten
ist.
Wir sind Lichtwesen
Auf alten Gemälden sind manche Gestalten, meist Engel oder Heilige,
von einem Heiligenschein oder Lichtkranz umgeben. einer ,,Aureole".
Auch wenn wir in der Umgangssprache sagen, dass ein Mensch eine besondere
,,Aura" hat, wollen wir damit ausdrücken, dass von ihm etwas
Besonderes ausstrahlt, das ihn von anderen Personen unterscheidet. Bis
vor gar nicht langer Zeit war man sich ziemlich sicher, dass die Heiligenscheine
ausschließlich dazu dienten, die damit verzierten Personen als besonders
,,erleuchtet" darzustellen.
Um so erstaunlicher, dass heute ausgerechnet eines der modernsten Gebiete
der Naturwissenschaft - die Quantenphysik - den Beweis dafür antritt,
dass sich ,,Erleuchtung" nicht nur auf Geistesgaben oder Ausstrahlung
eines Menschen beziehen muss, sondern dass tatsächlich alles, was
lebt, im wahrsten Sinne des Wortes ,,erleuchtet", also von einer
Lichtaura umgeben ist. Nicht nur Menschen, sondern genauso jedes Tier
und jede Pflanze, strahlen Licht aus, solange ein Funke Leben in ihnen
ist. Was steht dahinter, wie kommt das Licht in Lebewesen hinein und welche
Bedeutung hat es für unsere Gesundheit?
Wie man heute weiß, enthalten die Zellen von Menschen, Tieren und
Pflanzen tatsächlich Licht. Es ist mit empfindlichen Geräten
messbar und mit einer Hochfrequenzfotografie sichtbar zu machen. Man kann
das Licht im wahrsten Sinn des Wortes als ,,Lebenslicht" bezeichnen
- ein Ausdruck, der zwar schon immer in der Umgangssprache Verwendung
fand, aber ohne dass seine wirkliche Bedeutung wohl auch nur erahnt wurde.
Woher dieses innere Licht kommt, was es bedeutet und welche Funktion es
hat, lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht erst ansatzweise erklären.
Aber schon allein das, was die Forschung bis heute darüber weiß,
ist so sensationell und in sich folgerichtig, dass es in den nächsten
Jahren vieles in unserem Bewusstsein und unserer Lebensweise verändern
könnte.
Der Mensch ist ein Lichtsäuger
Als Prof. Popp, Leiter eines Institutes für Biophysik in Kaiserslautern,
in den 70er Jahren mit seinen Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit
trat und dabei die Formulierung benutzte ,,der Mensch ist ein Lichtsäuger",
wurde er sicherlich von vielen belächelt. Was er deutlich machen
wollte, war, dass wir uns nicht nur von Kalorien, Vitaminen und Mineralien
in Form pflanzlicher und tierischer Nahrung ernähren, sondern gleichzeitig
durch Augen, Haut und Nahrung ,,Lichtnahrung" zu uns nehmen müssen,
um am Leben zu bleiben. Während sich Popp dem Licht von Seiten der
Physik her näherte, stellte zur gleichen Zeit der Biochemiker H.
A. Fischer am Münchner Max-Planck-lnstitut für Gehirnforschung
Untersuchungen mit Licht an: Er stellte fest, dass die Reizübertragung
zwischen den Nervenzellen und Synapsen nicht allein von den bekannten
chemischen Botenstoffen bewältigt wird, sondern dass auch hier Licht
- und zwar die Biophotonen - eine wichtige Rolle spielt.
Der wichtigste Träger der Biophotonenstrahlung ist die ,,DNS"'
die Desoxyribonukleinsäure, ein Bestandteil der Zelle, in dem die
Erbinformationen (Chromosomen) eines biologischen Systems enthalten sind.
Die DNS besteht aus zehn Milliarden Molekülen, die spiralförmig
ineinander verwickelt und aufgerollt rund zwei Meter lang sind; sie enthält
alle biologischen Informationen, die ein Wesen zu dem machen, was es ist.
Wenn die Lichtordnung auf der DNS Ebene gestört ist, wenn sie Informationen
nicht mehr speichern, halten und in der richtigen Weise weitergeben kann,
entstehen Krankheiten. Außer der DNS könne auch verschiedene
andere Biomoleküle Licht speichern. Allerdings überträgt
die DNS durch ihre besondere Molekülstruktur wesentlich mehr Regulationsinformationen
als andere Biomoleküle.
Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung sind wichtige Grundbausteine
für Gesundheit und Wohlbefinden. Erfolgreich nutzen kann der Körper
beides aber nur dann, wenn sein inneres Ordnungssystem richtig eingestellt
ist. Die Voraussetzung dafür ist ausreichendes und richtiges Licht
also jenes, das das volle Farbspektrum rhythmische Farbwechsel und alle
elektromagnetischen Schwingungen enthält: eben natürliches Sonnenlicht
oder als Ersatz das Licht moderner sonnenlichtanaloger Kunstlichtsysteme.
Kunstlicht - eine einseitige Diät
Natürliches Sonnenlicht ist Abwechslungsreich und wechselt ständig
seine Schattierungen. Vom Morgengrauen bis zum Abendrot variiert es in
unzähligen Farbschattierungen, die jeweils unterschiedliche Reaktionen
im Organgeschehen auslösen. Normale Raumbeleuchtung strahlt der ganzen
Tag die gleichen Farben aus; sie ist monoton.
Wenn Sie sich vorstellen, dass Licht ein Ton ist, dann ist künstliches
Licht so, als müssten Sie immer den gleichen Ton hören. Das
Vorstellungsvermögen wehrt sich allein schon beim Gedanken an einen
solchen Dauerton. In Bezug auf Licht muten wir uns ähnliches zu.
Und natürlich reagiert der Körper mit entsprechendem Stress
darauf. Die Natur kennt keine Monotonie. Sie bietet Abwechslung und Vielfalt;
eine Melodie aus unzähligen Tönen, von denen jeder einzelne
bestimmte Organimpulse gibt. Um gesund zu bleiben, brauchen wir das ganze
Lichtorchester, das die Natur uns vorspielt.
Das Licht von Glühbirnen mit Glühfäden aus Wolfram hat
gegenüber dem Sonnenspektrum einen hohen Gelb- und Rotanteil, aber
ihm fehlt der gesundheitlich wichtige, UV-Bereich. Leuchtstoffröhren
sind von ihren Lichtanteilen her sehr unterschiedlich; bei vielen fehlen
die einen oder anderen Spektralbereiche. Generell produzieren sie Helligkeit
über fluoreszierende Substanzen. Ihr Licht erscheint meist als ein
klares helles Weiß, tatsächlich ist aber ihr Spektrum verzerrt.
Deshalb sind diese Lampen - abgesehen vom reinen Beleuchtungseffekt -
kein Ersatz für natürliches Licht. Im Gegenteil: Ihre monotone,
gleich bleibende Helligkeit stört die natürlichen chronobiologischen
Rhythmen, so dass dem Körper einerseits wichtige Impulse fehlen,
er aber andererseits ein Zuviel an einseitiger Information erhält.
Mit einem Spektroskop lassen sich solche Unterschiede im Lichtaufbau gut
erkennen.
Elektrizität produziert Abfälle
Immer, wenn wir den Lichtschalter andrehen (sämtliche Haushaltsgeräte,
Handys etc. Eingeschlossen), um unsere Glühlampen oder Neonröhren
einzuschalten, werden wir automatisch mit einem unerwünschten gesundheitsschädlichen
Abfallprodukt überschüttet: dem Elektrosmog, der überall
dort entsteht, wo künstliche Elektrizität produziert, transportiert
und verbraucht wird. Elektrosmog sind Strahlenbelastungen, die durch künstlich
erzeugte elektromagnetische Felder entstehen und sich als unsichtbare
Umweltbelastung überall dort aufbauen, wo es Strom gibt.
Elektromagnetische Felder entstehen durch Entladungen, die als Ausgleich
immer dann auftreten, wenn positiv und negativ geladene Teilchen zusammentreffen,
sie sind an sich ein völlig normaler Prozess. Quasi in Miniaturausgabe
spüren wir manchmal den Aufbau eines solchen Feldes körperlich:
zum Beispiel dann, wenn wir beim Anfassen einer Türklinke einen Schlag
bekommen oder wenn sich beim Pulloverausziehen plötzlich die Haare
aufstellen.
Das Leben auf der Erde ist wie eine Antenne auf die kontinuierlich, gleichmäßig
fließende Energie der Sonne ausgerichtet. ohne natürliche elektromagnetische
Stimulation könnte keine Mensch leben, kein Hirn denken, kein Herz
schlagen und kein Finger fühlen, denn alles Leben ist elektromagnetischer
Natur. Die körpereigenen bioelektrischen Vorgänge sind auf die
uns umgebenden natürlichen elektromagnetischen Felder programmiert.
Aufgrund der Empfangsfähigkeit, die biologische Systeme für
elektrische Wellen haben, greifen aber die technisch erzeugten elektrischen
nieder- und hochfrequenten Felder genauso stark in die Steuerungsvorgänge
des Körpers ein wie die natürliche Energie. Sie üben im
Organismus nachweislich schädliche Reizwirkungen aus. Die Liste der
beobachteten Auswirkungen ist lang. Neben subjektiven Empfindungsstörungen
(Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit,
verlangsamte Reaktionen) löst Elektrosmog neurotrope Wirkungen (z.
B. EEG-Veränderungen (Messung der Gehirnströme), Blutdruckschwankungen,
Herzrhythmusstörungen etc.) aus; er kann sogar bei extrem ungünstiger
Dauerbelastung bei Embryonen zu Missbildungen führen und das Krebswachstum
fördern. Je höher dabei die Dosis der technisch erzeugten Strahlungen
ist, desto schädlicher ist sie.
Sonnenlicht fließt, Kunstlicht flackert
Ein Unterscheidungsmerkmal zwischen künstlicher Beleuchtung und
Sonnenlicht ist, dass die Energie des Sonnenlichtes in einem ständigen
gleichmäßigen Strom fließt, während das künstliche
Licht durch die 50 Hertz- Frequenz des Wechselstroms ,,flackert".
Sieht man aufmerksam hin, lässt sich das Flackern bis 100 Hz sogar
mit dem Auge wahrnehmen. Das Unterbewusstsein registriert aber auch wesentlich
schnelleres Flackern, bis ca. 1000 Hz. Flackerndes Licht löst im
Organismus gewaltigen Stress aus:
Die rasanten Wechsel greifen in das empfindliche Spannungssystem der eigentlich
auf fließende Sonnenenergie programmierten menschlichen Gehirnwellen
ein und führen zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, geistigen
Blockaden und zu den bereits beschriebenen gesundheitlichen Belastungen.
Vollspektrum Licht mit Gleichstrombetrieb
Bahnbrechende Forschungsarbeit auf dem Weg zu gesünderen Lichtquellen
sind den Amerikaner Dr. John Ott und dem deutschen Professor Dr. Fritz
Hollwich zu verdanken. Dr. Ott arbeitet bereits seit den 30er Jahren gemeinsam
mit renommierten medizinischen Institutionen an Aufsehen erregenden Licht-Experimenten.
Eine seiner frühesten Entdeckungen war, dass bei künstlichem
Licht (rosafarbenen oder lichtweißem fluoreszierenden Röhren
mehr Krankheiten entwickelten werden als. bei natürlichem Licht.
Die Ergebnisse seiner Studien führten zur Entwicklung einer neuen
Leuchtstoffröhrenart, die in Annäherung an das natürliche
Sonnenlicht drei Typen ultravioletter Strahlung erzeugen konnte. Sie war
der erste Schritt zu unseren heutigen Vollspektrum-Lampen. Als man das
neue Licht in Schulen testete, stellte sich heraus, dass die Kinder in
den Klassenräumen mit dem alten hellweißen Beleuchtungssystem
wesentlich mehr Unruhe, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung
zeigten als die Schüler, deren Klassenzimmer mit Vollspektrum-Licht
ausgestattet wurden. Die Erkenntnisse von Dr. Ott sind inzwischen weltweit
vertieft und weiterentwickelt worden. Prof. Hollwich in Deutschland konnte
1980 nachweisen, dass sich bei Versuchspersonen, die üblichem hellen
Kunstlicht ausgesetzt waren, Veränderungen im endokrinen System entwickelten,
während diese Veränderungen bei dem neu entwickelten Vollspektrum-Licht
nicht auftraten. Heute kann als gesichert angesehen werden, dass tatsächlich
viele biologische Störungen sowie Verhaltensstörungen in direkter
Verbindung mit einer mangelhaften spektralen Zusammensetzung künstlicher
Lichtquellen stehen und durch die Umstellung auf Vollspektrum-Beleuchtungssysteme
günstig beeinflusst werden können. In Deutschland sind inzwischen
entsprechende Produkte verschiedener Hersteller auf dem Markt, die sich
allerdings in der Qualität (der mehr oder weniger gelungenen Annäherung
an das natürliche Sonnenlichtspektrum) sehr unterscheiden. Beim Kauf
von Vollspektrum- Lampen sollte man sich deshalb nicht in erster Linie
am Preis orientieren, sondern am Lichtspektrum!
Das nach heutigem Kenntnisstand beste - das heißt dem Sonnenlichtspektrum
ähnlichste - Leuchtmittel ist die so genannte Truelite-Röhre.
Sie wurde mit Unterstützung der NASA entwickelt, nachdem man entdeckte,
dass bei sicherheitsgefährdenden Leistungsausfällen und gehäuft
auftretenden Gesundheitsstörungen amerikanischer U- Boot- Besatzungen
die Ursache Sonnenlicht-Mangel war.
Das Truelite-Licht entspricht zu 96 % dem Spektrum der Sonne. Es enthält
alle Farbanteile des natürlichen Sonnenlichtes, aber auch die richtig
dosierten gesundheitswichtigen UV-A-, UV-B- und Infrarotstrahlen. Auch
Lichtstärke, Schattenbildung, Farb- und Kontrastwiedergabe entsprechen,
anders als bei herkömmlichen Lampen, dem natürlichen Tageslicht.
Durch ein neuartiges elektronisches Vorschaltgerät wird der gesundheitsschädliche
niederfrequente 50 Hz-Wechselstrom auf Gleichstrom umgeschaltet: Es entsteht
- statt des üblichen Flackerlichtes - ein gleichmäßiger,
wohltuender Lichtfluss; die Lichtausbeute wird wesentlich gesteigert und
der Elektrosmog auf ein Minimum reduziert.
Sonnenlichtanaloges Bio-Lichtsystem
Gegenüber herkömmlichen Glühlampen und Leuchtstoffröhren
bietet ein weitgehend dem Sonnenlicht entsprechendes Vollspektrum- Licht
wesentliche Vorzüge. Im Vergleich zur natürlichen Sonne fehlt
ihm allerdings noch eine wichtige Komponente: die Licht- und Farbwechsel
des Tagesablaufs, die, wie wir erfahren haben, vor allem für die
chronobiologischen Zusammenhänge von großer Bedeutung sind.
Der deutsche Lichtexperte Heinrich Wendel lernte die von der NASA entwickelte
Vollspektrum-Leuchtstoffröhre Anfang der 80er Jahre kennen und setzte
sie zur Behandlung seines Diabetes. mellitus ein. Da er bereits die Wirkungen
des natürlichen Sonnenkreislaufs auf das endokrine System kannte,
störte es ihn, dass das Licht der von ihm verwendeten Leuchte monoton,
d. h. von morgens bis abends gleich war. Er versprach sich eine noch bessere
Wirkung von einem Licht, das zusätzlich den natürlichen Rhythmus
der Sonne simulieren konnte. Die Frucht seiner Arbeit war ein genial ausgetüfteltes
Reflektorensystem, das in einem 12-Stundenrhythmus den kompletten Sonnenkreislauf
nachvollzieht: vom Rot-Gold des Sonnenaufgangs, über das silberne
Mittagslicht bis hin zum Gold-Rot der Abendstimmung. Schon während
der ersten Versuche mit dem ergänzenden Reflektorsystem stellte Heinrich
Wendel fest, dass sich seine Blutdruckwerte deutlich besserten, was ihm
zeigte, dass er mit seiner Arbeit auf dem richtigen Weg war.
Das Bio-Lichtsystem in seiner heutigen Form ist also eine weitestgehende
Nachahmung des natürlichen Sonnenlichtes; es weist das komplette
Farbspektrum (UV-A + B, Regenbogenfarben bis Infrarot) auf, ändert
die Farbtemperatur und die Helligkeit; der Lichtstrom fließt kontinuierlich.
Zudem produziert es 90 % weniger elektromagnetische Streustrahlung und
hat eine höhere Energieausbeute.
Das sonnenlichtanaloge Lichtsystem zeigt seine Wirkung nicht nur unterstützend
bei konventionellen Therapien - oft können Medikamente (zum Beispiel
Insulin, Antidepressiva, Schmerzmittel) nach kurzer Zeit reduziert werden
- sondern auch bei nichtmedikamentösen Behandlungen wie in der Psycho-
und Physiotherapie. Im Gegensatz zu anderen Formen der Lichttherapie,
bei der meist bestimmte Körperregionen ,,bestrahlt~ werden, hat das
Bio-Licht eine ganzheitliche Wirkung. Es gehört zu den so genannten
Regulationstherapien (wie z. B. die Homöopathie), was bedeutet, dass
es die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Es reguliert
das durch Mangel an natürlichem Licht im Zellsystem entstandene Ungleichgewicht,
stellt die gestörte Zellkommunikation wieder her und regt das körpereigene
Reparatursystem bis hin zur Genebene an. Es heilt, indem es die natürliche
Ordnung im Körper wiederherstellt.
Licht und saisonabhängige Depression
Licht und Depression hängen eng zusammen. Da man diesen Zusammenhang
schon seit langer Zeit kennt, wird Lichttherapie auch häufig zur
Behandlung eingesetzt. Besondere Bedeutung hat sie in der letzten Zeit
bei der Therapie von saisonabhängiger Depression (SAD) erlangt. SAD
entsteht vor allem, wenn die Zirbeldrüse während der dunklen
Herbst- und Wintermonate zuwenig Sonnenlichtsignale bekommt. Der Körper
bleibt im Nachtbetrieb hängen und produziert auch tagsüber Melatonin,
so dass Geist und Körper ständig in einer antriebslosen Ruhephase
verharren und inaktiv bleiben. Typischerweise ist SAD um so weiter verbreitet
je nördlicher man kommt, je lichtärmer der Lebensraum ist. Bei
jeder Depressionsbehandlung sollte darauf geachtet werden dass das endokrine
System und damit auch der Körper, seine Ordnung und den richtigen
chronobiologischen Rhythmus wieder findet. Deshalb empfiehlt sich Lichttherapie
nicht nur bei SAD, sondern auch bei Depressionen, die sich als Folge von
Lebenskrisen und Stress einstellen.
Viele der bisher bei der Depressionsbehandlung verwendeten Lichtboxen
und wannen arbeiten mit Lichtstärken von 250 bis 10 000 Lux, wobei
die UV-Anteile zu einem großen Teil ausgefiltert werden. Die neuen
Therapiesysteme arbeiten nur noch mit 100 - 200 Lux, so dass dieses Herausfiltern
nicht mehr erforderlich ist und alle Gesundheitlich wirksamen Spektralbereiche
des UV-Anteils voll zum Tragen komme können. Dieser Unterschied ist
wichtig, weil der Organismus die unterschiedliche Farbtemperaturen des
Sonnenaufgangs und -untergangs und die damit verbundenen Schwankungen
des UV-Anteils braucht.
Ein Patient, der an einer schweren Depression in Verbindung mit schmerzhafter
Osteoporose litt, vermittelt uns ein gutes Erfahrungsbild. Dieser Patient
beschreibt seine frühere Lebenssituation so: ,,Meine Grundstimmung
war niedergeschlagen, ich war lebensüberdrüssig, ich hatte Angst
vor Schmerzen und davor, ihnen hilflos ausgeliefert zu sein. Ich musste
meine gesamte Willenskraft aufbieten, um die Anforderungen des Tages zu
meistern. Dauernd Schmerzzustände, schwerer Spannungskopfschmerz,
Genick- und Schulterschmerzen Ich habe seit über 40 Jahren fortlaufend
nacheinander nahezu alle herkömmlichen Therapie-Methoden ausprobiert
- ohne nachhaltige Wirkung".
Die Lichttherapie brachte innerhalb weniger Tage eine völlig überraschende
Wende. Die Niedergeschlagenheit wich, er spürte zum ersten Mal wieder
die Kraft, auch unliebsame Arbeiten leicht bewältigen zu können.
Es gibt Tage, an denen er sich um zehn Jahre jünger fühlt. Seine
Schmerzen werden zunehmend erträglicher, rücken mehr und mehr
in den Hintergrund. Anfänglicher Morgenmattigkeit sowie Steifigkeit
in der Lendenwirbelsäule begegnete er, indem er das Bio-Licht im
Farbbereich Rot-Gold einstellte. Diese Lichtbereiche stimulieren gleichzeitig
seinen Stoffwechsel und entkrampfen seinen geblähten Darm.
Nach vier Monaten Lichttherapie sagt er:
,,Ich war seither nicht mehr zur Schmerzbehandlung. Vier Monate ohne Spritzen,
das hat es seit 30 Jahren bei mir nicht mehr gegeben."
Eine andere Patientin berichtet: ,,Ich bin durch die Lichtbehandlung heiterer
geworden. Stellt sich trotzdem eine Depression ein, so ist sie nicht mehr
ganz so tief und vor allem kürzer. Meine Lebensqualität hat
sich deutlich gesteigert. Die Helligkeit des Lichtes empfinde ich als
wohltuend, besonders bei schlechtem Wetter. Auch meine Leberwerte (Leberzirrhose)
sind deutlich besser geworden. Ich lasse das Licht den ganzen Tag brennen."
Da Lichttherapie zu jeder Tageszeit depressionsaufhellend wirkt, empfiehlt
es sich, alle Räume mit Vollspektrumlicht auszustatten bzw. das sonnenlichtanaloge
Bio-Lichtsystem als Ganztages-Beleuchtung einzusetzen. Je öfter und
länger sich depressionskranke Patienten darunter aufhalten, desto
rascher tritt die gewünschte stimmungsaufhellende Wirkung ein - oft
schon nach drei bis vier Tagen. In schweren Fällen sollte sie unbedingt
über mehrere Wochen durchgeführt werden, damit der Körper
ausreichend Zeit hat, in die Produktion entsprechender stimmungsaufhellender
Hormone zurückzufinden.
Quelle: Elke Brandmayer
Dr. med Bodo Köhler, Auszug aus "Licht schenkt Leben"
Fit fürs Leben Verlag, Ritterhude 1997
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Gesunde & wohltuende Leuchtmittel - |
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